Zámek Žďár

Die Geschichte des Schlosses und des Klosters

1252
Die Gründung des Zisterzienserklosters Born der seligen Jungfrau Maria und der Siedlung Žďár ging auf eine Initiative des Vaters der hl. Zdislava, Přibyslavs von Křižanov, zurück, aber erst seine Schwiegersöhne, Boček von Zbraslav und Smil von Lichtenburk, setzten sein Vorhaben in die Tat um.
1300
Die schweren Anfänge, als die Klostergemeinschaft in einem aus Steinen errichteten Blockhaus wohnte und den Bau einer Steinkirche in Angriff nahm, werden von dem Mönch Jindřich Řezbář in der lateinischen Verschronik CRONICA DOMUS SARENSIS beschrieben.
1458
Das Kloster geht in den Besitz des Königs Georg von Kunstatt und Podiebrad, als dem Nachkommen des Klostergründers, über. Unter seiner Regierung (1458-1471) war man um die Erneuerung des Klosters bemüht, das dann im Zuge der Hussitenkriege geplündert wurde und schwere Brandschäden erlitt.
1614
Das Kloster geht in den Besitz des Olmützer Kardinals Franz von Dietrichstein über, der die Prälatur (die Wohnung des Abts) in ein Schloss umbauen lässt.
1638
Der Velehrader Abt Johann Greifenfelsvon Pilsenburg, der als zweiter Gründer des Klosters gilt, erwirbt das ehemalige Klostereigentum von Maximilian von Dietrichstein.
1689
Das Kloster wird Opfer einer schweren Brandkatastrophe. Im Zuge des Neuaufbaus entsteht die Margarethenkirche.
1705
Vorsteher des Konvents ist Abt Václav Vejmluva, der den renommierten Architekten Johann Blasius Santini-Aichl, den Bildhauer Gregor Theny und den Maler Michael Willmann nach Žďár beruft.
1722
Die Ära der Umwandlung des Areals zu einer der bedeutendsten kirchlichen Residenzen findet ihren Höhepunkt in der Weihe der Johann-Nepomuk-Kirche auf Zelená hora.
1784
Nach einem erneuten schweren Brand ersucht Abt Otto Steinbach von Kranichstein Kaiser Joseph II. um die Aufhebung des Klosters.
1826
Das Gelände geht in den Besitz des höchsten Marschalls des Königreichs Böhmen, Eugen Graf Wratislaws von Mitrowitz, über.
1930
Letzter adliger Besitzer war die Kulmer Linie der Grafen Kinský, die die Domäne erbten.
1948
Das ehemalige Kloster und nunmehrige Schloss wird samt der gesamten Žďárer Herrschaft nationalisiert.
1991
Die Familie Kinský erhält die Domäne im Zuge der Restitution zurück.
1994
Die Wallfahrtskirche auf Zelená hora wird in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

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