Zámek Žďár

Zelená hora

Der außergewöhnliche Bau der Wallfahrtskirche des hl. Johannes Nepomuk, deren Grundriss die Form eines fünfzackigen Sterns aufweist, entstand dank einer fruchtbaren Zusammenarbeit des Klosterabtes Václav Vejmluva mit dem genialen Architekten Johann Blasius Santini-Aichl.

Anlass des Baus dieser Kirche war der Fund eines erhaltenen Stoffgewebes im Grab des hl. Johannes Nepomuk im Prager Veitsdom im Jahre 1719. Einer Legende zufolge musste Johannes Nepomuk mit dem Leben bezahlen, dass er das, was Königin Sophie ihm in der Beichte anvertraut hat, nicht verriet, beziehungsweise dass er das Beichtgeheimnis nicht brach. Die Symbolik, die mit diesem in der Barockzeit so beliebten Heiligen verbunden ist, finden wir auch im Entwurf der Kirche wieder. Auf dem Gebiet der christlichen Symbolik und der kabbalistischen Lehre, die im besagten Entwurf ebenfalls Berücksichtigung fand, waren Santini-Aichl und Abt Vejmluva sehr bewandert.Santini vertrat bei diesem Projekt eine sehr individuelle Auffassung, ungeachtet der zeitgenössischen Gewohnheiten. Die Vorstellungen des Abtes Vejmluva bezüglich dieses Baus, wonach ein Sternenmuster die Hauptrolle spielen sollte, goss er in eine außerordentlich eindrucksvolle Form um, die erst die moderne Zeit wahrhaft zu würdigen weiß.  Die Kirche wurde auf einem Grundriss in Form eines fünfzackigen Sterns errichtet. Wie die Legende berichtet, erschien an der Wasseroberfläche der Moldau, wo Johannes Nepomuk ertrank, eine Krone aus fünf Sternen. Auf dieses Symbol trifft man denn auch immer wieder in anderen Elementen des Baus. Das Areal ist von fünf Eingängen aus zu betreten. In der Kirche befinden sich fünf Kapellen mit fünf Altären. Fünf Buchstaben hat auch das lateinische WortTACUI – Ich habe geschwiegen. Dominante der Kirchenkuppel ist eine große rote Zunge, ebenfalls ein Symbol des hl. Johannes Nepomuk, der von einem Flammenreif umgeben ist, aus dem wiederum Strahlen durchscheinen.

Die Kirche auf Zelená hora wurde zu einem der meistbesuchten Wallfahrtsorte der Barockzeit.Der Brand am 16. Juli 1784 richtete im Žďárer Kloster große Schäden an und zerstörte auch das Dach der Kirche. Auf Gesuch des Abtes Otto Steinbach aus Kranichstein wurde das Kloster aufgehoben und die Kirche zur Schließung bestimmt. Für eine teilweise Rettung der Kirche setzte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Priester Mathias Joseph Sychra ein. Das zerfallende Objekt wurde erst in den 70er und zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wieder instandgesetzt. 1994 wurde dem Antrag auf Aufnahme des Areals in das UNESCO-Weltkulturerbe entsprochen.

Kontakt:

Römischkatholische Pfarrei Žďár nad Sázavou – II

Verwaltung der Wallfahrtskirche des hl. Johannes Nepomuk auf Zelená hora
Zámek 2/2
591 02 Žďár nad Sázavou

Informationen, Reservierungen von Besichtigungen, Führungen:

www.zelena-hora.cz
E-Mail: info@zelena-hora.cz
GSM: +420 724 758 993

Öffnungszeiten:

APRIL: Sa, So (9 - 17)
MAI - SEPTEMBER: Mo-So, Ferien (9 - 17)
OKTOBER: Sa, So (9 - 17)
NOVEMBER - MÄRZ: geschlossen, Tour nach der Bestellung

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